Im Jahr 2001 schon gelesen: 

 Die Verantwortlichen wussten es also damals schon!

 

 

OÖ. Rundschau, Nummer 27  Donnerstag, 5. Juli 2001 (Wirtschaft Seite 4 )

Wer Wind sät, erntet doppelt so hohe Strompreise als die Betreiber von Kleinwasserkraftwerken

1700 kleine Wasser-Turbinen erzeugen soviel Strom wie drei Donaukraftwerke. 360 oö. Kleinwasserkraftwerke produzieren 8% des in OÖ. verbrauchten Stromes. Ein Landesgesetz verfügt, dass die gesamte Strommenge abgenommen werden muss. Dennoch sind 90% der Kraftwerksbetreiber unzufrieden:
Öffentliche Netzbetreiber zahlen für Strom aus Kleinwasserkraftwerken  55 Groschen je Kilowattstunde, Betreibern landschaftsverschandelnder Windräder wird das Doppelte geboten. Die Niedrig-Tarife werden Kleinwasserkraftwerksbetreiber auf Sicht aus dem Markt drängen, ...

Wasser-Kraft
21% des Stromes weltweit aus erneuerbaren Quellen, 19% davon aus Wasser.
OÖ. ist Weltmacht im Wasserkraftwerksbau mit weltweit 18% Marktanteil von VATech-Hydro mit 300 Mitarbeitern und 10.000.000.000 ATS Umsatz. Weltweit wird gerade ein Drittel der vorhandenen Wasserkraftkapazität zugebaut. Die Wasserkrafterzeugung wird sich bis 2020 glatt verdoppeln.

Energie Impuls (Energie AG), Nummer 2/2001, Seite 3

Liberalisierung: Stromkrise wie in Kalifornien muss verhindert werden!

Unglaublich, aber wahr: Kalifornien, einer der weltweit reichsten Wirtschaftsräume, wurde in den vergangenen Monaten von einer Stromkrise erschüttert. Die Ursache: eine fehlgeschlagene Liberalisierung.

Die Liberalisierung des Strommarktes in Kalifornien im Jahr 1996 hat sich fünf Jahre danach als Musterbeispiel für eine fehlgeschlagene Marktfreigabe herausgestellt - und im weltweit siebentgrößten Wirtschaftsraum zu einer veritablen Stromkrise beigetragen. So sind seit der Liberalisierung die Preise um bis zu 300 Prozent in die Höhe geschnellt, der Gouverneur des Bundesstaates hat im Jänner 2001 den Elektrizitäts-Notstand ausgerufen, einstündige Stromabschaltungen wurden mehrmals behördlich angeordnet - und im April musste Kaliforniens größter Stromanbieter mit 13 Millionen Kunden Konkurs anmelden.

Welche Fehler wurden bei der Liberalisierung gemacht?
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Zum Beispiel: die rigorosen Umweltrichtlinien machten teure technische Anpassungen notwendig und verhinderten dadurch die Investitionen in Kraftwerksneubauten. Gleichzeitig wurden Windkraftanlagen gefördert, die jedoch keinen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und jetzt in der Wüste rosten, weil die Wartung zu kostspielig ist.
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"Für das klaglose Funktionieren eines liberalisierten Strommarktes muss es
ein ausgefeiltes ordnungspolitisches Rahmenwerk geben."
Dipl. Ing. Dr. Michael Schneeberger, Technischer Vorstandsdirektor der Energie AG

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